„Nun ist die Katze aus dem Sack“, so der FDP-Kreisvorsitzende Peter Engemann. „Im Rahmen der Berichterstattung der Main-Sitze wurde durch die Aussagen von Bürgermeister Arnold nun für jeden deutlich, dass er die Variante 2 nicht aus Gründen ablehnt, die mit dem FFH-Gebiet Schwarzbachaue zusammenhängen. Ihn stört offenbar der geringere Abstand zur Ortslage. Dies war jedoch bisher nie ein offizielles Argument gegen diese Streckenführung.“
Offensichtlich, so die FDP, will Arnold die Variante 2 verhindern, indem er nicht wie gefordert eine wirklich neue Begutachtung durchführt. Voraussetzung für die Zustimmung der Regionalversammlung für eine Umgehungsstraße ist jedoch nach der Ortsbesichtigung eine erneute Untersuchung der optimierten Variante 2, da diese aus Sicht der Mehrheit im zuständigen Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr mit den Zielen der Raumordnungsplanung eher in Einklang zu bringen ist als die längere Variante 4, so Engemann weiter.
„Bürgermeister Arnold verspielt mit diesem Taktieren die Chance auf eine Umgehungsstraße und damit auf eine Entlastung der Bürger im Treburer Ortskern“, so der FDP-Ortsvorsitzende Hans-Joachim Schneider. „Wir Liberale wollen eine Umgehungsstraße. Wir haben aber Bedenken, dass die Landschaft unnötig durchschnitten wird und Naherholung wie Landwirtschaft darunter sinnlos leiden, und das vor dem Hintergrund der drohenden Ablehnung der Variante 4“.
Aus diesem Grund wolle die FDP nun seit vielen Monaten, dass die optimierte Variante 2 von neutraler Seite neu untersucht wird und die Argumente der Unteren Naturschutzbehörde in die Begutachtung einfließen. Dies werde jedoch vom Bürgermeister systematisch hintertrieben. Die Folge könne nun sein, dass die Regionalversammlung nach den warnenden Hinweisen aus der Ausschusssitzung den Antrag der Gemeinde Trebur ablehne, da in diesem Antrag nur die Variante 4 beantragt werde und die optimierte Variante 2 nicht ausreichend untersucht worden sei. Damit würde Bürgermeister Arnold die Verantwortung dafür tragen, dass die Umgehung nicht gebaut werden könnte.
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